Früher wurde ganz selbstverständlich in offenen Gewässern gebadet und geschwommen. Man tat es, um sich zu reinigen, sich abzukühlen, aus lauter Spaß und Vergnügen und auch mit dem Wissen, etwas für die Gesundheit zu tun. Diese Tradition, diese Gewohnheit gerieten in Vergessenheit, weil Seen und Flüsse verschmutzten, die Ufer anderen Nutzungen zugeführt wurden und weil es kulturell und sozial als fortschrittlich galt, in der eigenen Badewanne, in der Badeanstalt oder im Pool zu baden.
Jetzt hat sich vieles verändert. Das Wasser von Seen und Flüssen ist sauberer geworden. Städte, die am Wasser liegen, wenden sich wieder ihren Wasserfronten zu. Dazu gehört, in offenen Gewässern zu baden und zu schwimmen, in Hamburg in Elbe und Alster. Das kann so selbstverständlich wie Spazierengehen und Radfahren sein, zudem bedeutet es Teilhabe am Gemeingut Wasser. SCHWIMMEN IM FREIEN nimmt zu, fast im Geheimen, in der Minderheit, immer in Auseinandersetzung um Gefährlichkeit und Gesundheitsgefährdung, und oft mit einer gewissen Bewunderung, mit ein wenig Neid kommentiert. Und viele wissen, dass in unserer bewegungsarmen Zeit Schwimmen gesund ist und gesund hält.
Wie können Baden und Schwimmen in offenen, öffentlichen Gewässern wieder in Wahrnehmung und Bewusstsein treten? Wie können sich Haltung und Bereitschaft ändern, der Wunsch entstehen, ins offene Wasser zu steigen?

Übrigens, wer hat Lust – in eigener Verantwortung – mit zu schwimmen? Oder schwimmen Sie schon?

Kontakt unter: kontakt @schwimmen-im-freien.de